9. Künstlergespräch

  

Das Spiel mit der Wirklichkeit

9. Künstlergespräch mit Wilfried Seeba im Rahmen der Ausstellung „Fläche wird Bild“ im Franz Radziwill Haus

     Moderation: Konstanze Radziwill

 

Der Bremer Künstler Wilfried Seeba steht sichtbar in der Tradition gegenständlicher Malerei. Und er ist gleichzeitig ein Radziwill-Experte. 1953 in Emden geboren, studierte Seeba Freie Kunst an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, dann Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Bremen. Darauf folgte eine Lehrtätigkeit an der Bremer Hochschule für Kunst und Musik und an der Universität Oldenburg im Fachbereich Malerei. Als Kunsthistoriker war er zur Gründungszeit der Franz Radziwill Gesellschaft 1987–89 im Franz Radziwill Haus tätig, 1995 organisierte er die Radziwill-Ausstellung „Magie der Städte“ im Paula-Becker-Modersohn-Haus in Bremen und 2000 die Wanderausstellung „Mythos Technik“, die in Wilhelmshaven startete und in Friedrichshafen endete. Ab 2004 erstellte Seeba das Werkverzeichnis der Aquarelle, bemalten Postkarten und Zeichnungen von Franz Radziwill, das 2006 publiziert wurde. Angesichts Seebas präziser Malweise und mancher Motive ist eine Verwandtschaft zur Bildwelt Franz Radziwill augenfällig. Färbte nun die intensive Beschäftigung mit dem künstlerischen Schaffen Franz Radziwills auf Seebas Malerei ab oder fand Seeba vielmehr den Zugang zu Radziwills Werk, weil letzterer ihm in seinem Selbstverständnis als Maler so ähnlich ist? Während Radziwill seine Motive vorrangig in Dangast fand, ist Seeba ein Weltenbummler. Eindrücke seiner Reisen nach Thailand, Java, Bali, Nepal, Marokko, Indien, Burma. Kambodscha, Laos, Peru, China und Sri Lanka finden in seinen Bildern ihren Niederschlag. Seine Werke wurden in Bremen, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Hilversum, Oldenburg, Riga, Soltau, Stuttgart, Wilhelmshaven und Würzburg ausgestellt. Im Gespräch mit Konstanze Radziwill werden einzelne Gemälde von Wilfried Seeba vorgestellt.

 

 

Termin: Sonntag, 13. Mai um 11:30 Uhr

Der Eintritt ist am Internationalen Museumstag frei.