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| 06.02.1895 | Franz Radziwill wird als erstes von sieben Kindern des Töpfers Eduard Radziwill und seiner Frau Karoline, geb. Suhrendorf in Strohausen bei Rodenkirchen in der Wesermarsch geboren |
| 1896 | Übersiedlung der Familie Radziwill nach Bremen |
| 1901 – 09 | Besuch der Volksschule |
| 1909 – 13 | Lehre als Maurer. Gesellenprüfung, ein halbes Jahr als Geselle tätig |
| 1913 – 15 | Zulassung zum Besuch der Höheren Technischen Staatslehranstalten für Architektur in Bremen aufgrund hervorragender Prüfungsleistungen. Erste Architekturbilder und Stillleben. Bekanntschaft mit den Künstlerkreisen in Fischerhude und Worpswede (Hoetger, Modersohn, Vogeler, Rilke-Westhoff) durch seinen Mentor, den Architekten Karl Schwally |
| 1915 – 19 | Soldat in Russland, Flandern und Nordfrankreich. Es entstehen viele Aquarelle und Zeichnungen |
| 1918 – 19 | Englische Kriegsgefangenschaft in Manancourt (an der Somme) |
| 1919 | Rückkehr nach Bremen. Wiederaufnahme des Studiums an der Kunstgewerbeschule in Bremen und der Kontakte in Fischerhude und Worpswede; Gründung der Gruppe „Der Grüne Regenbogen“ mit Heinz Baden und Heinrich Schmidt |
| 1920 | Umzug nach Berlin; Bekanntschaft mit Schmidt-Rottluff, Heckel, Pechstein, Grosz, Dix und Schlichter |
| 1921 | Erster Dangast Aufenthalt auf Empfehlung von Schmidt-Rottluff |
| 1922 | Zweiter Dangast Aufenthalt und Entschluß zur Umsiedlung. Tod des Vaters |
| 1923 | Heirat mit Johanna Ingeborg Haase. Kauf eines Hauses in Dangast im Oktober. Vorübergehende Aufgabe der Malerei zugunsten der Dichtung |
| 1925 | Erste Reise in die Niederlande, hier lernt er den Maler Mathias Lau in Schoorl kennen, den er in den folgenden sieben Jahren regelmäßig besucht. Auseinandersetzung mit der niederländischen Malerei des 16. – 18. Jahrhunderts |
| 1927 | Studienaufenthalt in Dresden mit einem Stipendium Hamburger Kaufleute. Arbeit im Altelier von Otto Dix. Studium der Malerei C.D. Friedrichs und C.G. Carus' |
| 1928 | Reise in die Tschecheslowakei. Goldene Medaille der Stadt Düsseldorf für das Gemälde Die Straße |
| 1930 - 33 | Studienaufenthalte in den Niederlanden |
| 1931 | Mitglied der „Novembergruppe“ (Berlin) |
| 1932 | Gründung der Gruppe „Die Sieben“ mit Champion, Dietrich, von Hugo, Kanoldt, Lenk und Schrimpf |
| 1933 | In diesem Jahr enden seine engen Kontakte zu Berlin. Hier hatten ihn in den vergangenen 13 Jahren die Galerien Heller, Cassirer und Neumann-Nierendorf vertreten. Außerdem hatte er bedeutende Künstler kennen gelernt, wie die Maler Feininger, Meidner und Schwitters, die Bildhauer Marcks, Scharff und Voll, die Architekten Gropius, Poelzig und Scharoun und die Komponisten Berg und Schönberg. Eintritt in die NSDAP im Mai. Professur an der Akademie in Düsseldorf |
| 1935 | Entlassung aus dem Lehramt in Düsseldorf wegen „pädagogischer Unfähigkeit“. 51 Bilder seines „entarteten“ expressionistischen Frühwerks werden im Depot der Hamburger Kunsthalle entdeckt und beschlagnahmt. Rückkehr nach Dangast und Ausbau seines Hauses |
| 1936 - 39 | Schiffsreisen als Gast der Kriegsmarine nach Brasilien, den Karibischen Inseln, Nordafrika, Spanien, Großbritannien und Skandinavien |
| 1938 | Ausstellungsverbot. Ständige Kontrolle seiner Malerei in Dangast durch die Nazis |
| 1939 - 42 | Soldat an der Westfront. Lazarett und Feuerwehrdienst in Wilhelmshaven |
| 1942 | Tod seiner Frau Johanna Ingeborg |
| 1942 - 44 | Vom Wehrdienst befreit. Aufenthalte an der Mosel und in der Steiermark |
| 1944 - 45 | Dienstverpflichtung in der Maschinenfabrik Heinen in Varel als technischer Zeichner. Einzug zum Volkssturm |
| 1947 | Heirat mit Inge Rauer-Riechelmann. Geburt der Tochter Konstanze |
| 1948 | Tod der Mutter |
| 1964 | Rompreis. Aufenthalt in der deutschen Akademie, Villa Massimo |
| 1965 | Großkreuz zum Niedersächsischen Verdienstorden |
| 1970 | Großer Niedersächsischer Staatspreis |
| 1971 | Großes Verdienstkreuz zum Verdienstsorden der Bundesrepublik Deutschland |
| 1972 | Aufgabe der Malerei aufgrund eines Augenleidens |
| 1980 | Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Oldenburg zum 85. Geburtstag |
| 1983 | Franz Radziwill stirbt am 12. August in Wilhelmshaven |