GLANZ UND ELEND IN DER WEIMARER REPUBLIK. VON OTTO DIX BIS JEANNE MAMMEN

AB 27. OKTOBER 2017

In einer großen Themen­aus­stel­lung wirft die SCHIRN einen Blick auf die Kunst im Deutsch­land der Jahre 1918–1933. Soziale Span­nun­gen, poli­ti­sche Kämpfe, gesell­schaft­li­che Umbrü­che, aber auch künst­le­ri­sche Revo­lu­tio­nen charak­te­ri­sie­ren die Weima­rer Repu­blik.

Realis­ti­sche, ironi­sche und groteske Arbei­ten verdeut­li­chen den Kampf um die Demo­kra­tie und zeich­nen das Bild einer Gesell­schaft in der Krise und am Über­gang. Die Ausstel­lung versam­melt rund 200 Werke, u.a. von Max Beck­mann, Otto Dix, George Grosz, Carl Gross­berg, Karl Hubbuch, Jeanne Mammen, Chris­tian Schad, Rudolf Schlich­ter, Georg Scholz. Von Franz Radzi­will sind vier hochkarätige Ölgemälde in der Ausstellung zu sehen: „Einer von vielen des 20. Jahrhunderts“ (1927), „Todessturz Karl Buchstätters“ (1928), „Das rote Flugzeug“ (1932) und „Der Streik“ (1931). Die Verar­bei­tung des Ersten Welt­kriegs in Form von Bildern verkrüp­pel­ter Solda­ten und „Kriegs­ge­winn­lern“, die Groß­stadt mit ihrer Vergnü­gungs­in­dus­trie und die zuneh­mende Prosti­tu­tion, die poli­ti­schen Unru­hen und wirt­schaft­li­chen Abgründe werden stilis­tisch ebenso viel­fäl­tig inter­pre­tiert wie das Rollen­bild der „Neuen Frau“ oder die Debat­ten um § 175 zur Homo­se­xua­li­tät und § 218 zur Abtrei­bung. Auch die sozia­len Verän­de­run­gen durch die Indus­tria­li­sie­rung oder die wach­sende Begeis­te­rung für den Sport spie­geln sich in der Kunst der Zeit wider. Zusam­men mit histo­ri­schen Foto­gra­fien, Filmen, Zeit­schrif­ten und Plaka­ten entwirft die SCHIRN ein eindrück­li­ches Panorama der Kunst der Weima­rer Repu­blik.

Glanz und Elend in der Weimarer Republik

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