Künstlergespräch mit Jimmi D. Paesler (Bremen)

Vorgänge. Malerei mit Farbe und Pinsel

Künstlergespräch mit Jimmi D. Paesler (Bremen) im Rahmen der Ausstellung „Die Palette des Malers“ im Franz Radziwill Haus, Moderation: Konstanze Radziwill

 Jimmi D. Paesler malt gegenständlich, doch mit Realismus hat das nichts zu tun. Seine Bildwelten sind hintergründig, humoristisch, grotesk – auch surreal gehört zu den Adjektiven, mit denen sich seine Kunst beschreiben lässt. Paesler spielt gerne, besonders mit unserem Sehvermögen. Er ist ein Augentäuscher und Illusionist. Großartig sind die bewegten Szenen, in denen uns scheinbar Gegenstände entgegenpoltern. Er lässt uns mit dem Blick in Bildräume klettern, die wie ausgemalte Schuhkartons anmuten. Auf Hauswänden gaukelt er dem Betrachter eine dritte Dimension vor, wo keine ist. Angesichts seiner Wandmalereien auf Mauern und Fassaden ist eine gewisse motivische Verwandtschaft zu den Gemälden von Franz Radziwill nicht zu übersehen. Steine brechen weg und geben den Blick auf das Dahinter frei.

Jimmi  D. Paesler, Jahrgang 1942, lebt und arbeitet in Bremen. Er stammt aus Klosterheide/Mark Brandenburg, studierte ab 1962 Malerei an der Bremer Kunstschule, erhielt 1967 den 2. Kunstpreis „Junger Westen“ Recklinghausen und 1973 den „Wilhelm Morgner Preis“ der Stadt Soest, es folgten Wandbildern und Lehraufträge. Seit 2001 widmet er sich der Kulturarbeit in der JVA Oslebshausen, Bremen. Im Gespräch mit Konstanze Radziwill spricht Paesler über seine Malerei, neue Arbeiten, das Segeln und seine Leidenschaft  für Seemannsgarn, aus dem er seine Bildwelten zusammenstrickt.

Termin: Sonntag, 29. Oktober um 11:30 Uhr

Kosten:  5,00 € zzgl. Eintritt 5,- €, mit Kurkarte 4,- €, Schüler/Stud. mit Ausweis 3,-€, Mitglieder frei