SPOT ON: 1937. Die Aktion ‚Entartete Kunst‘ in Düsseldorf

Ausstellung vom 14. Juli 2017 bis Sommer 2018.

Das von Otto Dix gemalte Portrait Franz Radziwills wurde 1937 in der Ausstellung ENTARTETE KUNST in München gezeigt. In den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf wurden 1937 über 1.000 Kunstwerke beschlagnahmt. Dix‘ Bildnis seines Künstlerkollegen gehört zu den wenigen Werken, die in der Nachkriegszeit wieder erworben werden konnten und nun ausgestellt werden. Der weitaus größere Teil ist verschollen oder zerstört. Achtzig Jahre nach den folgenreichen kunstpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten wird mit der aktuellen Präsentation ein aktueller Blick auf das Thema Beschlagnahme geworfen. Die Ausstellung bezieht die Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Jahres 2013 mit ein, in dem detailliert rekonstruiert wurde, welche Werke damals auf staatliche Order aus den Düsseldorfer Depots entfernt wurden. Zur Ausstellung ist eine Publikation erschienen, die im Museumsshop erhältlich ist.
Am 21. September um 19:00 findet im Museum Kunstpalast ein Themenabend statt. Die Expertinnen und Experten Kathrin DuBois, Kay Heymer, Dr. Meike Hoffmann, Dr. h. c. Andreas Hüneke und Dr. Katja Terlau diskutieren, welche Folgen die Aktion ‚Entartete Kunst‘ nach 1945 für die Wahrnehmung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts hatte. Welche Narrative entwickelten sich und setzten sich fest? Welche Künstler etablierten sich und wie? Wer waren die Profiteure und wer die Opfer der Aktion? Wer schrieb Kunstgeschichte nach 1945, wie und warum?