Landschaft im Text 3

Landschaft im Text 3

Lesung & Musik

Die weitgereiste Autorin Inge Buck liest aus ihrem umfangreichen, von unterschiedlichen Motiven und Regionen inspirierten, lyrischen Werk. Kürzlich erschien ihr 10. Gedichtband „Unter dem Schnee“. Im Gegensatz dazu beschränken sich die Dangaster Gedichte von Anna-Inge Radziwill auf Impressionen ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Texte von Franz Radziwill setzen sich kritisch mit den Zeitläufen und auch der Entwicklung seiner Wahlheimat Dangast auseinander. Sie werden gelesen von Konstanze Radziwill.

Madjid Mohit begleitet die Lesung musikalisch. Er ist in Teheran geboren und hat nach seiner Flucht in Bremen den Sujet Verlag gegründet. Zudem übersetzte er Inge Bucks Gedichte erstmals ins Persische.

 

Inge Buck

ist  in Tübingen geboren. Nach dem  Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft an den Universitäten Tübingen, München und Wien war sie Redakteurin in der Hörspielredaktion des Deutschlandfunks in Köln und Kulturwissenschaftlerin an der Hochschule Bremen. Sie lebt und arbeitet als Autorin in Bremen und Süddeutschland.  Ihre Arbeitsgebiete sind Lyrik, Kurzprosa, Hörfunk-Feature und Hörbild, Biographie, Edition, Dokumentarfilm. Im Herbst 2017 war sie Stipendiatin des deutschsprachigen Literaturhauses in Prag.

 

Inzwischen hat Inge Buck über 10 Lyrikbände veröffentlicht, viele ihrer Bücher sind im Bremer Sujet Verlag erschienen. In  dem zweisprachigen Gedichtband „Unter dem Schnee“ hat Madjid Mohit ihre Gedichte vom Deutschen ins Persische übertragen.

 

Landschaft im Text: Das ist eines ihrer thematischen Schwerpunkte: Jahreszeiten, Sommerlandschaften und Städtebilder, Reisebilder, Landschaften der Erinnerung und Bilder im Museum. Aber auch unscheinbare  Miniaturlandschaften von Pflanzen, Gärten oder Gras werden in den Gedichten von Inge Buck wahrnehmbar. Und immer ist es der Wind, der über die Landschaft fegt, ist es das Licht, das einer Landschaft Farbe gibt im Wechsel der Jahreszeiten, ist es die Lautlosigkeit, in der man wieder zu hören beginnt: Vogelrufe,  Blätterrauschen, Mittagsstille,  das Wehen des Windes.

 

Madjid Mohit

wird die Lesung „Landschaft im Text“ musikalisch begleiten auf der Gitarre mit eigenen Kompositionen.

Geboren in Teheran, arbeitete er im Iran bereits  im Verlag Mohits Publicatio, einem traditionellen Familienverlag. Wegen zunehmenden Schwierigkeiten mit der Zensur und nach dem Todesurteil gegen Salman Rushdie floh er 1990 aus Teheran.  Mit dem ursprünglichen Ziel Kanada, kam er dann aber über Frankfurt  schließlich nach Bremen. Hier begründete er  im Herbst 1996 den Sujet Verlag, der sich seitdem kontinuierlich weiter entwickelt hat.

 

Madjid Mohit hat für seine verlegerische Arbeit mit dem Schwerpunkt „Lyrik“ und „Migration“  den Begriff  „Luftwurzelliteratur“ kreiert, inspiriert von Orchideen und Magroven, die ihre Nahrung aus der Luft holen, nicht angewiesen sind auf den Boden.  Gemeint ist damit eine Literatur, die die regionale Begrenztheit hinter sich gelassen hat, die ortsunabhängig wirkt, geschrieben von Schriftstellern, die in einem fremden Land eine neue Heimat gefunden haben, die grenzübergreifend die hiesige Kulturlandschaft bereichern. 2015 erhielt er für seine verlegerische Arbeit den Hermann-Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums.

 

 

Termin: Sonntag, 17. Juni 2018 um 11:30 Uhr

Kosten: Erwachsene 10,00 €, Schüler/Studenten: 8,00 €

Ort: Franz Radziwill Haus, Sielstraße 3, 26316 Dangast