Radziwill und die Gegenwart – Ausstellung der Kunsthalle Emden

RADZIWILL UND DIE GEGENWART. Landschaft, Technik, Medien.

22. September 2018 bis 13. Januar 2019

Franz Radziwill war von den technischen Errungenschaften seiner Zeit zugleich fasziniert und erschreckt. Dieses Spannungsfeld war treibende Kraft in seinem künstlerischen Schaffen und ist nicht allein technikfeindlich zu deuten: den Maler beschäftigte vielmehr das Problem, ob und wie die Menschheit mit dem technischen Fortschritt geistig mithalten kann.
Erstmals werden Radziwills Werke mit zeitgenössischen Arbeiten zum Thema Technik zusammengebracht. In der Gegenüberstellung mit der Gegenwartskunst wird deutlich, dass Radziwills Fragestellungen nicht an Aktualität verloren haben. Vor dem Hintergrund der sich immer rasanter entwickelnden technischen Möglichkeiten spürt die Ausstellung Faszination und Schrecken des Fortschritts nach.
Radziwills wiederkehrende Motive sind Schiffe, U-Boote, Flugzeuge, Telegrafenmasten, Sieltore und die über Jahrhunderte vom Menschen bewohnbar gemachte ländliche Kulturlandschaft an der Nordsee. Zunehmend erscheinen seine Bildräume immer unwirklicher: phantastische Geschöpfe und Himmelskörper lassen an Hieronymus Boschs apokalyptische Visionen denken.
Zusammen mit einer umfassenden Präsentationen von Gemälden und Aquarellen Franz Radziwills zeigt die Ausstellung Werke von Heiner Altmeppen, Bernd und Hilla Becher, Edward Burtynsky, Sven Drühl, Harun Farocki, Jesper Just, Sabine Moritz, Nam June Paik, Wolfgang Petrick, Alexandra Ranner, Gerhard Richter, Robert Schneider, HA Schult, Martin Spengler, Stelarc, Rolf Vostell, Maik Wolf u.a.