Schumanns Clara – Zum 200. Geburtstag von Clara Wieck

Konzert mit Musik von Clara und Robert Schumann

 

Sie war nicht nur die Frau von Robert Schumann, sondern war selbst  eine begabte Komponistin und berühmte Pianistin. Am 13. September  1819 wurde Clara Wieck in Leipzig geboren.  Gerade fünf Jahre alt, erhielt sie ersten Klavierunterricht. Ihr Vater, der Musikpädagoge Friedrich Wieck, setzte seine ganze Energie daran, sie zur Pianistin auszubilden. Als Neunjährige debütierte Clara 1828 im Leipziger Gewandhaus. In den Folgejahren avancierte sie von der bestaunten Kindervirtuosin zur ernst zu nehmenden Pianistin. 1938 machte sie mit einer der ersten öffentlichen Aufführungen von Beethovens „Appassionata“ in Wien Furore. Der österreichische Kaiser ernannte sie zur k. k. Kammervirtuosin, einer Auszeichnung, die bisher kaum einer Ausländerin zugekommen war.  Zur Unterstützung der Karriere nutzte sie neue mediale Verbreitungsmöglichkeiten wie die Bildwerbung. Die Lithografie von Andreas Staub gehört zu den bekanntesten ihrer Porträts.

Aus Clara Wieck wurde nach ihrer Heirat mit dem Komponisten Robert Schumann am 12. September 1840 „Clara Schumann“. Hatte sie als junge Solistin einen schwärmerischen Mädchentypus repräsentiert, der das Jugendideal der Romantik verkörperte, bereicherte sie ihr Image nun um den Faktor „Künstlergemeinschaft“. Ihre gemeinsame Russlandtournee 1844 mit dem Empfang bei der Zarenfamilie bildete einen Höhepunkt ihrer Karriere. 1854 starb Robert Schumann. Als Witwe und Mutter von sieben Kindern komponierte und konzertierte sie weiter. Zugleich edierte sie die Werke ihres Mannes. 1878 nahm sie am Hochschen Konservatorium in Frankfurt am Main eine Stelle als Klavierlehrerin an. 1891 gab Clara Schumann in Frankfurt ihr letztes Konzert, wo sie am 20. Mai 1896 verstarb.

Werner Hofmann und Constanze Brüning präsentieren in ihrem Programm Lieder und Klaviermusik sowie kurze Ausschnitte aus Briefen von Clara und Robert Schumann. Dabei konzentrieren sie sich auf das Jahr 1838, das der Mittelpunkt in der Beziehungsgeschichte “Clara-Robert” ist.

Constanze Brüning studierte ab 1986 Konzert- und Operngesang an der privaten Alanus Hochschule und weiterführend Musik und Darstellende Kunst an der staatlichen Hochschule in Frankfurt/Main. In Ihrer Wahlheimat Oldenburg ist sie seit 1998 als freischaffende Stimmbildnerin am Staatstheater stätig und hat als Solistin sowie als Chorsängerin in zahlreichen Opernproduktionen mitgewirkt.

Wilhelm Hofmann studierte an den Musikhochschulen in Würzburg und München die Fächer Klavier, Dirigieren und Gesang. Anschließend arbeitete er als Dozent an der Musikhochschule Würzburg , an der Universität Bayreuth und der Fachakademie für Kirchenmusik, heute Hochschule in Bayreuth. Gleichzeitig trat er als Pianist, Sänger und Dirigent in zahlreichen Konzerten auf. 14 Jahre lang war er Studienleiter mit Dirigierverpflichtung am Oldenburgischen Staatstheater.

Um Voranmeldung wird gebeten, telefonisch unter 04451-2777 oder per E-Mail an info@radziwill.de

Termin: 10. November 2019, 11.30 Uhr

Ort: Franz Radziwill Haus, Sielstraße 3. 26316 Dangast

Eintritt: 10 € inkl. Ausstellungsbesuch