Theater “Die Bremer Stadtmusikanten” im Radziwill Garten schöner Erfolg

Junge Darsteller präsentieren ihr Projekt mit viel Engagement

Am Sonntag, den 29. Juli gab es rund um das Franz Radziwill Haus Außerordentliches zu sehen und zu hören: Esel, Hund, Katze und Hahn machten sich auf den Weg nach Bremen, denn „etwas Besseres als den Tod“ findet man schließlich überall.

In Anlehnung an das berühmte Märchen der Gebrüder Grimm, erarbeiteten die Kinder in ihrer gemeinsamen Ferienwoche mit den Kursleitern eine eigene Interpretation der Geschichte der vier tierischen Freunde. Regisseur Frank Wittkowski unterstützte sie beim Erlernen eigener Texte und gab Anleitung zum darstellenden Spiel. Lautes und deutliches Sprechen wurde geübt, aber auch Lockerungsübungen gehörten dazu und: Wie bewegen sich ein Hund, eine Katze, ein Esel und gar ein Hahn?! Auch die Kostüme und Kulissen gestalteten die Kinder selbst, dabei standen ihnen Ulla Klubescheidt und Michael Kusmierz mit praktischen Tipps zur Seite. Die teilweise tropischen Temperaturen brachten Kinder und Kursleiter in dieser Woche zwar oft zum Schwitzen, aber der große Garten bot auch Schatten und alle hatten mächtig Spaß. In kürzester Zeit wuchsen sie zu einem echten Team zusammen, was in den Pausen mit zuverlässiger Verpflegung durch Maren Buschmann weiter gefördert wurde.

Nachdem dann der eigentliche Premieren-Termin am Samstag wegen eines kurzen Unwetters abgesagt werden musste, wurden kurzfristig zwei Vorführungen (statt einer) für den Sonntag angesetzt. Viele Besucher folgten der Einladung und waren hellauf begeistert von der schauspielerischen Leistung der Kinder.

So begrüßte der Esel, gespielt von Elisa Männel (12), die Gäste schon im Vorgarten des Künstlerhauses, und erzählte von seinem Schicksal. Von da aus nahm er die Besucher mit auf seinem Weg „in die große Stadt“. Unterwegs im Garten des Künstlerhauses ereigneten sich die bekannten Szenen, in denen der Hund (Niilo Rechtien, 10), die Katze (Monja Krey, 9) und der Hahn (Morris Rechtien, 13) sich dazugesellten, bis man  am Ende des langgezogenen Terrains auf das Haus der Räuber traf. Hier konnten die Gäste für den zweiten Teil der Aufführung Platz nehmen, mit den Räuberinnen (Lilly Ogden, 11 und Tamina Lutz, 9) rappen und amüsiert verfolgen, wie die Tiere die Räuber aus ihrem Haus zweimal vertrieben.

Nach Mal- und Bastelkursen in den letzten Jahren war das, von der Oldenburgischen Landschaft und der Barthel Stiftung geförderte, Theater-Projekt eine Premiere. Mit einem solchen Höhepunkt möchte die Franz Radziwill Gesellschaft auch in Zukunft ein regelmäßiges Angebot des Kinderferien-Programms machen. Immer auch bezugnehmend auf die gerade aktuelle Ausstellung des Künstlerhauses, sollen auf diese Weise bereits Kinder und Jugendliche an das Museumsprogramm herangeführt werden.