Hier stellen wir Ihnen zur Ausstellung Himmel und Meer – Radziwills Seestücke, die am 29. März 2026 ab 11:30 Uhr im Nationalpark Haus Dangast eröffnet wird, Pressematerial zur Verfügung.
In einem drei Jahre umfassenden Ausstellungsprojekt untersucht die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT, wie ökologische Fragen und Ideen das Werk Franz Radziwills bestimmt haben. Die Ausstellung 2026/27 Himmel und Meer – Franz Radziwills Seestücke bildet den Abschluss des Ökologie-Projekts und ist als Jubiläumsausstellung mit etwa 25 Exponaten zugleich ihr Höhepunkt: Die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT feiert in diesem Jahr das vierzigste Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 1986, drei Jahre nach dem Tod des Malers (1895 – 1983).
Schon die beiden ersten Jahresausstellungen bewiesen, dass die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT mit dem Langzeit-Projekt zum Umweltschutz den Nerv der Zeit getroffen hat. Radziwills Bilder zeigen visionär den sich verschärfenden Konflikt von Mensch und Natur und sie regen an zur Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen unserer Gegenwart.
Der Maler thematisierte diese Entwicklung längst vor den Warnungen des Club of Rome 1972 („Die Grenzen des Wachstums“). Er stemmte sich gegen den Zeitgeist der Wirtschaftswunderjahre, als die Anliegen von Naturschützern eher belächelt wurden.
Inzwischen gehört es zum Allgemeinwissen, dass die Eingriffe des Menschen in die Natur das Klima tiefgreifend verändern und sich Entwicklungen ankündigen, die die Lebensbedingungen auf der Welt drastisch verschlechtern.
Die anfängliche Begeisterung des jungen Franz Radziwill für alles Neue, das die moderne Technik entwickelte, wich einer skeptischen Betrachtung durch die traumatische Erfahrung des ersten Weltkriegs. Die Schrecken des zweiten Weltkriegs machten ihn endgültig zum unerbittlichen Mahner, sodass er fragte: „Dürfen wir alles tun, was wir tun können?“
Gleichzeitig sprechen die Gemälde von der wehmütigen Sehnsucht nach einer harmonischen Welt, in der die Menschen mit allen Mitgeschöpfen gut leben können.
Dieses wiederkehrende Motiv der Kunst Franz Radziwills durchzieht vor allem seit der Übersiedlung nach Dangast sein gesamtes Schaffen, unabhängig von stilistischen Umbrüchen und Neuorientierungen seiner Malerei. Das Spannungsverhältnis zwischen notwendiger Beherrschung der Natur im Sinn des menschlichen Überlebens und die damit verbundene Kehrseite, einer Entfesselung zerstörerischer Kräfte durch Technik und bedenkenloses Wirtschaften, trieb ihn zeitlebens um.
So zeigt das Ausstellungsprojekt Himmel und Meer – Radziwills Seestücke 2026/27 den Maler auch als Naturschützer des Wattenmeeres und spannt einen Bogen von der Schönheit bis zur Gewalt des Meeres, vom Fernweh mit Entdeckungen und Handel bis zum Heimweh. Es geht ihm um den notwendigen Schutz vor Sturmfluten und den gleichfalls notwendigen Schutz des Meeres – mit allem, was darin lebt – vor dem Tun des Menschen.
Überraschenderweise gibt es kaum ein Seebild ohne ein von Menschenhand geschaffenes Schiff – sei es ein Segelboot oder ein hochtechnisiertes Kriegs- oder Transportschiff! Der Künstler setzt die Entwicklung der Seefahrt realistisch, beinah dokumentarisch ins Bild. Darüber hinaus wird das Schiff als religiöse Metapher des Lebens und des Todes erkennbar. Diese Dimension macht einen weiteren Aspekt der Ausstellung aus und zeigt somit den „Meister des magischen Realismus“, wie der Maler Franz Radziwill mit seinem unverwechselbaren Werk von Kunsthistorikern manchmal genannt wird.
Plakat DIN A3
Faltblatt DIN lang 10seitig als PDF
Bilder der Ausstellung (Auswahl)
Alle Bilderrechte liegen bei © VG BildKunst














