Ausstellung

“Inszenierte Bildräume”

Eröffnung der neuen Ausstellung: Sonntag, 31. März 2019 im Nationalpark-Haus Dangast,  Zum Jadebusen 179, ab 11.30 Uhr

Die kommende Ausstellung im Franz Radziwill Haus widmet sich den typischen Bildräumen des Malers Franz Radziwill. In seinem Werk verbindet er die klassischen Regeln des zentralperspektivischen Bildaufbaus mit surrealer Raumauflösung, fantasievoller Montagetechnik und bühnenartiger Staffelung einzelner Szenerien.

Gezeigt werden 29 ausgewählte Leihgaben aus Privatsammlungen und Museen. Mit Gemälden aus allen Schaffensphasen vermitteln Landschaftsmotive und Stillleben einen umfassenden Eindruck seiner Malerei. Zunächst vom Expressionismus geprägt, schafft Radziwill magische Bildwelten, die er im Spätwerk mit einer eigenen Symbolik auflädt.

Um auf der flachen Leinwand einen komplexen Bildraum zu öffnen, nutzt der Maler unterschiedliche perspektivische Methoden. Das Gemälde “Die Pferderennbah von Dangast” zeigt eine Weide, auf der damals alljährlich ein großes Pferderennen gefeiert wurde. Ausgangspunkt der Betrachtung ist einen Anhöhe am Deich. Von dort aus reicht der Blick über die Landschaft bis zum Ufer des Jadebusens. Mit dieser Bildkomposition vereint der Maler die Nahsicht im Vordergrund mit der Fernsicht zum Horizont.

Die Dangaster Pferderennbahn, 1934, Öl auf Leinwand auf Holz, 63x87cm, Privatbesitz

Die Schau bildet den vierten Teil eines fünfteiligen Jubiläumsprojektes, das die Franz Radziwill Gesellschaft anlässlich des 125. Geburtstages Franz Radziwills im Jahr 2020 erarbeitet hat. Zum ersten Mal werden die formalen Bildstrategien und Kompositionsmittel untersucht, die für Radziwills Gemälde charakteristisch sind. Die eigenwilligen Raumkonstruktion gehört zu den Erkennungsmerkmalen seiner Kunst.


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