Rückblick

2018


Maskentheater “Die Bremer Stadtmusikanten” im Garten des Franz Radziwill Haus… Ferienaktion über eine Woche mit anschließender Aufführung.


Landschaft im Text 3

Lyrik vom Inge Buck und Anna Inge Radziwill, gelesen von Konstanze Radziwill und musikalisch begleitet von Madjid Mohit, Gitarre und Gesang

Gitarre 1 Improvisation von Madjid Mohit

Gallionsfigur, Inge Buck gelesen von Inge Buck


Zeitreise mit Violoncello und Klavier, Kammerkonzert mit Evgeny Sapozhnikov und Gundolf Semrau

 

 

Ludwig Meinardus

 

Johann Sebastian Bach, 2. Satz

            


Das Spiel mit der Wirklichkeit

9. Künstlergespräch mit dem Bremer Maler Wilfried Seeba

    

 


2017

Konsequent Inkonsequent. Der Maler Franz Radziwill

Dokumentarfilm von Konstanze Radziwill und Gerburg Rohde-Dahl

Am Sonntag, den 12. November 2017 ächzten die alten Holzdielen im ehemaligen Maleratelier: der 60-minütige Dokumentarfilm „Konsequent Inkonsequent. Der Maler Franz Radziwill“, der 1995 unter der Regie von Konstanze Radziwill und Gerburg Rhode-Dahl produziert wurde, zog einen regelrechten Besucheransturm an.
Im Gespräch mit verschiedenen Zeitzeugen entwirft der Film ein differenziertes Charakterbild der oft gegensätzlichen Persönlichkeit des Malers. Ferner ermöglicht er einen anschaulichen Einblick in das Familienleben in Dangast. Die Kindheitserinnerungen der Tochter Konstanze wirken dabei so persönlich wie Tagebucheinträge. Der erzählerische Bogen spannt sich von Radziwills Liebe zur Natur als Bedingung zum Malen bis hin zu seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit den beiden Weltkriegen. Die politische Position des Malers erscheint verworren: Manifestiert sich in seinen Bildern nationaler Pathos oder die Sinnlosigkeit des Sterbens? Wird das Kriegsgrauen glorifiziert oder verurteilt? Diese Deutung obliegt dem Zuschauer oder auch dem Betrachter der Bilder Radziwills. Dieser hatte ab 1935 begonnen, sich deutlich von der NS-Ideologie zu distanzieren, nachdem er zwei Jahre zuvor noch in die NSDAP eingetreten war.
Konstanze Radziwill versucht in der Rolle der Regisseurin, ihren Vater, der ihr „vertraut und unbekannt zugleich“ gewesen sei, wohl auch selbst besser zu verstehen.
In einer anschließenden Diskussion erläuterte die Filmemacherin und Autorin ihre Herangehensweise und gab dabei Einblicke in die Schwierigkeiten, sich trotz ihrer engen familiären Bindung mit der oft so ambivalenten Person Franz Radziwills im Format eines Filmes auseinander zu setzen.


Benefiz Dinner

Am 21. Juni 2017 feierte die Franz Radziwill Gesellschaft ihr 30jähriges Bestehen mit einem Benefiz-Dinner. Am gleichen Tag war damals, 1987,  die erste Ausstellung „Raum und Haus“ im Künstlerhaus eröffnet worden.

Die Rahmenbedingungen für das Fest waren ideal. Bei auflaufend Wasser und angenehm warmen Temperaturen feierten wir unser Jubiläum mit vielen Teilnehmern  im Saal des alten Kurhauses. Ein exzellentes Essen und die interessanten Vorträge von Prof. Dr. Dr. Gerd Presler und Dr. Roland März haben das Fest zu einem rundum gelungenen Abend gemacht.


Vortrag von Dr. Gudrun Boch

Unter dem Titel „Mein blaues Klavier“ hörten interessierte Besucher am 11. Juni 2017 im Künstlerhaus einen faszinierenden Vortrag über Else Lasker-Schüler. Die Bremer Journalistin und Literaturdozentin Dr. Gudrun Boch berichtete vom ruhelosen Leben der Dichterin und Malerin voller Brüche und Neuanfänge, gezeichnet durch die Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.